Wettlauf mit der Frische

Appetitlich sollte er aussehen. Noch rosa hinter den Kiemen. Den Drucktest bestehen. Uns dabei mit klaren Augen anblicken. Und seine Haut sollte glänzen.
Als Fachhändler und renommiertes Fisch-Restaurant wissen wir: Bei Frisch-Fisch muss man schnell sein und den Fang der Saison respektieren.

Fischhaus Bottrop

© Amrita Boychenko – fotolia.com

Immer mehr Verbraucher erwarten kompromisslose Qualität. Wir antworten darauf, indem wir auch schon mal bewusst eine Lieferung überspringen. Und gehen zur Qualitätssicherung noch einen Schritt weiter.

Fisch offenbart seine Frische auf vielfältige Weise, doch die Merkmale müssen dem Verbraucher erst mal bekannt sein. Frisch bedeutet beim Fisch ja nicht unbedingt, dass er gerade erst gefangen wurde. Es bedeutet nur, dass er bis zum Verkauf durchweg auf Eis lag. Deshalb informieren wir Sie heute über die wichtigsten Frische-Kriterien und gehen der Sache tiefer auf den Grund. Welche Arten können wir überhaupt noch essen? Sind Gütesiegel eine Einkaufshilfe? Ist Frischfisch besser als Tiefkühlfisch? Ob aktuelles Angebot, pfiffiger Zubereitungstipp oder engagierter Hintergrundbericht – wir teilen unser Fachwissen gern mit Ihnen: ab sofort in diesem Blog.

Immer ein guter Fang

© Geylani - Fotolia.com

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Stellen Sie sich vor, es ist Freitag, der klassische Fischtag. Auf Ihrem heutigen Einkaufszettel steht frischer Fisch. Das ist kein Zufall, denn fangfrisch mögen ihn deutsche Verbraucher immer noch am liebsten. Als kritischer Konsument wählen Sie vielleicht den Fisch lieber im spezialisierten Einzelhandel aus als im Supermarkt.
Da trifft es sich gut, dass man bei uns im Fischhaus Bottrop, an der Knippenburg 70, nicht nur exzellent essen, sondern neuerdings auch Frischfisch kaufen kann – für den genussvollen Verzehr zu Hause.

Restaurant und Fachgeschäft halten nur das Allerbeste für Sie bereit: neben fangfrischem Fisch aus Island und Holland, der zweimal wöchentlich ein-geflogen wird auch Raritäten aus Dänemark sowie hochwertigste
Tiefkühlbestände. Denn in Sachen Frische und Nachhaltigkeit machen wir keine Kompromisse.

Besonders Ihr Einkaufskomfort – wenn Sie zum Beispiel berufstätig sind – liegt uns am Herzen: So ist jetzt donnerstags und freitags immer bis 20 Uhr für Sie geöffnet. Oder Sie lassen Ihren Tag im Wohlfühl-Ambiente unseres Gourmet-Restaurants ausklingen: zum Beispiel auf unserer teils sonnigen, teils beschatteten Terrasse, auch zum Lunch erste Wahl.

Wo die Frische noch Chefsache ist

Im Supermarkt hat Fisch praktisch immer Saison. Aber nicht jede Saison wirft auch die perfekten Fische aus dem Meer ins Netz. Deshalb sind Sie bestens beraten, wenn Sie Ihren Frisch-Fisch direkt beim Fischhändler oder bei uns im Fischhaus Bottrop erwerben. Hier konzentriert sich das Angebot auf Sorten, die gerade besonders frisch gehandelt werden.

© Schafeld & Lampe

© Schafeld & Lampe

So weiß man bei Schafeld & Lampe genau, worauf es beim Fischkauf ankommt und berät Sie stets qualifiziert und verantwortungsvoll. Dabei achten wir penibel darauf, dass Sie die allerbeste und frischeste Ware erhalten und stecken auch schon mal zurück, wenn eine Lieferung uns nicht überzeugt.

Ultimative Artenvielfalt anzubieten ist ja gut und schön. Sinn macht die große Auswahl aber erst, wenn man dabei auch Premium-Qualität garantieren kann. Deshalb orientieren wir uns lieber am Fang der Saison und richten unser hochwertiges Angebot danach aus. Sollten Sie doch einmal auswärts einkaufen – auf dem Markt, an der Fischtheke im Supermarkt oder auf Reisen – lässt sich die Qualität auch dort sichern. Wir verraten Ihnen heute, worauf Sie dabei unbedingt achten sollten.

Damit Sie nicht im Trüben fischen

Wussten Sie zum Beispiel, dass Fisch gar nicht nach Fisch riechen darf? Sein Geruch sollte stattdessen neutral und angenehm sein. Schnuppern Sie dazu einfach mal an den Kiemen, die solche Ausdünstungen besonders intensiv freigeben. Sie lassen gleich erkennen, wenn der Fisch schon älter ist. Außerdem hat frischer Fisch eine glänzende, feuchte Haut ohne Verfärbungen oder Druckstellen. Seine Flossen dürfen nicht verklebt sein.

Als Nächstes machen Sie den Drucktest. Drücken Sie mit dem Finger einmal fest auf den Fisch. Fühlt er sich steif und fest an (= gut) oder weich und wabbelig? Hinterlässt Ihr Finger eine Druckstelle? Für frischen Fisch ein No-Go!

Der eigene Schleim sollte ferner noch vorhanden sein und sich beim Drüberstreichen leicht ziehen lassen. Beim Fischfilet bleiben Ihnen Geruch und Fleisch, um die Qualität zu bewerten.

Auch das Filet sollte nicht nach Fisch riechen, sondern – falls überhaupt – einen frischen, angenehmen Geruch verströmen. Frisches Filet hat glänzendes, leicht transparentes Fleisch ohne Druckstellen. Yummie!

Sehen Sie dem Fisch tief in die Augen

© petrabarz - Fotolia.com

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Bei ganzen Fischen sind auch die Augen ein wichtiges Qualitäts-Merkmal. Sind diese klar, glänzend und nach außen gewölbt, können Sie zugreifen. Sind sie jedoch trüb und eingefallen, raten wir vom Kauf ab. Der Fisch ist dann nicht mehr frisch. Besonders vorsichtig sollten Sie bei Fischen mit abgeschnittenen Kiemen sein, wenn Sie den Händler nicht kennen.

Diese verderben meistens zuerst und wären ein Indiz für mangelnde Frische. Möglicherweise ist so ein Fisch schon älter. Falls vorhanden deshalb unbedingt die Kiemen zeigen lassen: Sind sie rot oder rosa und liegen fest an? Ein gutes Zeichen. Grau? Ein deutlicher Anhaltspunkt für nahenden Verderb.

Achten Sie zum Schluss noch darauf, dass der Fisch nicht mit Schmelzwasser in Berührung gekommen ist. Letzteres kann Schmutz oder Keime enthalten und sollte deshalb immer nach unten abfließen können.

Respekt vor den Schätzen der Weltmeere

© Bigi Alt - Fotolia.com

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Für den verantwortungsvollen Verbraucher gleicht das Fischessen zuweilen einer Wissenschaft. Auch Gütesiegel wie das MSC- oder WWF-Logo sind nicht immer die beste Einkaufshilfe, wie neueste Studien zeigen. Kritiker monieren, dass die Kriterien nicht scharf genug seien. Die Verunsicherung wächst.
Welche Arten können wir noch ohne schlechtes Gewissen essen?
Neue Fischerei-Reformen der EU sollen die Überfischung der Weltmeere verhindern und die Schutzbemühungen beginnen sich bereits auszuzahlen.

Manch einer kehrt beim Fischkauf wieder zum guten, alten Karpfen und anderen Süßwasserfischen zurück und weiß nicht, dass viele Bestände sich inzwischen wieder erholt haben. So wird eine moderate Überfischung von vielen Fischarten und wirbellosen Tieren noch verkraftet.

Auch haben sich überfischte Arten inzwischen an die Jagd durch den Menschen angepasst und zeugen häufiger und früher Nachkommen als Fischarten, die seltener auf unserem Teller landen.

Frischer Fisch

© Witold Krasowski – Fotolia.com

Das entbindet uns als Menschen nicht von unserer Verantwortung. Dafür steht ein weltumspannendes Netz von Meeresschutzgebieten und einer Neuorganisation mariner Nahrungs- und Rastflächen. Und Fischhändler wie wir, die die Ressourcen der Natur respektieren: bei jedem neuen Abschluss mit unseren internationalen Handelspartnern.

Wie viel ist zu viel und können Einschnitte der EU die Überfischung wirklich stoppen? Müssen die Fangkapazitäten der Fischerei-Flotten rapide abgebaut werden? Sind gezielte Rückwürfe schon beim Fang unerlässlich? Unser Juli-Blog steht ganz im Zeichen des Umweltschutzes. Bleiben Sie informiert.

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